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Geschichte

Siracusa (Syrakus) wurde als Pflanzstadt Syrakusai 734 v. Chr. durch griechische Siedler aus Korinth gegründet, die die Gegend "Sirako" (d.h. Sumpf) nannten. Erhalten sind aus der frühen Zeit noch der Apollotempel und der Athenetempel (heute zur Kathedrale umgebaut). Zwischen 600 und 400 v. Chr. beherrschte Siracusa (Syrakus) nicht nur große Teile Siziliens, sondern besiegte 474 v. Chr. die Etrusker in der Seeschlacht vor Cumae. Zuvor stand Siracusa (Syrakus) bereits in voller kultureller Blüte: Dramatiker wie Aischylos, Lyriker wie Pindar, Bakchylides und Simonides versammelten sich in Siracusa (Syrakus). Im peloponnesischen Krieg konnte sich Siracusa (Syrakus) gegen Athen behaupten (427-424, 415-413). Gegen Karthago erlitt das Heer von Siracusa (Syrakus) 406 v. Chr. eine Niederlage.

Im ersten punischen Krieg stand Siracusa (Syrakus), das sich zuvor der Hilfe des Pyrrhos bedient hatte, auf der Seite Roms. Im zweiten punischen Krieg jedoch kämpfte Siracusa (Syrakus) auf Seiten Karthagos. Nach Sizilien fiel Siracusa (Syrakus), trotz der Werke Archimedes', dem hier seine Erfindungen (Archimedische Schraube und Satz vom Auftrieb) gelangen, 212 v. Chr. in römische Hand: Syracusae wurde römische Provinzhauptstadt.

450 plünderten die Vandalen die Stadt und gliederten sie später mit fast ganz Sizilien ihrem Reich ein. 535 fiel die Stadt zurück an das Oströmische Reich. Unter Kaiser Konstantin II. wurde Siracusa (Syrakus) von 661 bis 668 sogar dessen Regierungssitz, da die Stadt strategisch günstig zur Sicherung der Seeherrschaft im gesamten Mittelmeer gegenüber den Arabern lag, doch machte der Nachfolger Konstantin IV diesen Schritt wieder rückgängig und kehrte an den Bosporus zurück. Der erste Eroberungsversuch der Araber 728 schlug wegen des Ausbrechens der Pest fehl. 878 wurde die Stadt schließlich durch arabische Truppen erobert und blieb bis 1088 ein Zentrum des Islam in Italien.

Das verheerende Erdbeben von 1693 brachte im gesamten Nototal (Syrakus, Noto, Avola, Ragusa und Modica) Tod und Zerstörung. Der darauffolgende barocke Wiederaufbau hatte maßgeblichen Einfluß auf die Stadtplanung der einzelnen Ortschaften.

Seit 2005 zählt Siracusa (Syrakus) zusammen mit der Nekropolis von Pantalica zum Welterbe der UNESCO.